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Hintergrund: Die arzneimittelresistente Tuberkulose ist ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit, da der Erreger Mycobacterium tuberculosis gegen die wirksamsten Medikamente zur Tuberkulosebehandlung, d. h. rifampicin und isoniazid, resistent ist. Weltweit macht sie 4,6 Prozent der Patienten mit Tuberkulose aus, in einigen sozioökonomisch schwachen Regionen übersteigt dieser Anteil jedoch 25 Prozent. Die Behandlung der arzneimittelresistenten Tuberkulose ist langwierig (9-12 months) und führt bei neuartigen sowie kürzlich umgewidmeten Arzneimitteln, die auf konventionellem Weg verabreicht werden, oft zu weniger günstigen Ergebnissen. Material und Methoden: Klinisch haben diese umgewidmeten Arzneimittel mehrere wesentliche Bedenken aufgeworfen, darunter eine geringe Penetration der Wirkstoffe in die Lungenregion, das Auftreten resistenter Formen, First-Pass-Effekte, Arzneimittelinteraktionen, Nahrungsmitteleffekte und schwerwiegende Nebenwirkungen bei konventioneller Verabreichung. Obwohl mehrere antimikrobielle Wirkstoffe für die Behandlung von Atemwegsinfektionen über den Inhalationsweg entweder zugelassen sind oder sich in verschiedenen Phasen klinischer Studien sowie präklinischer Untersuchungen befinden, ist eine inhalierbare Formulierung zur Behandlung der arzneimittelresistenten Tuberkulose der am wenigsten erforschte Aspekt der Wirkstoffverabreichung zur klinischen Validierung. Lediglich eine einzige Trockenpulver-Inhalationsformulierung von capreomycin konnte den Meilenstein, d. h. phase I, für die Behandlung der arzneimittelresistenten Tuberkulose erreichen. Ergebnisse: Die Verabreichung inhalierbarer Formulierungen umgewidmeter Arzneimittel als Adjuvans bei der Behandlung der arzneimittelresistenten Tuberkulose könnte mehrere Bedenken abschwächen, indem Wirkstoffe direkt in die Nähe der Bazillen abgegeben werden. Schlussfolgerung: Diese Übersichtsarbeit konzentriert sich auf die Einschränkungen und wesentlichen Bedenken, die in klinischen Studien zu umgewidmeten Arzneimitteln (wirtsgerichtete oder bakterizide Wirkstoffe) beobachtet wurden, die konventionell zur Behandlung der arzneimittelresistenten Tuberkulose verabreicht wurden. Die Ergebnisse und Bedenken dieser klinischen Studien begründen die Notwendigkeit umgewidmeter Formulierungen, die auf inhalativem Weg als adjuvante Behandlung der arzneimittelresistenten Tuberkulose verabreicht werden könnten.
Ranjan et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.