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Die Urteilsfindung ist kein neutraler oder mechanischer Akt; sie ist ein menschlicher Prozess, der emotional und motivational stark aufgeladen ist. Urteilsentscheidungen finden in einem sozialen Umfeld aus Gesetzen, Fakten, Ideen und Menschen statt. Diese Studie zum Urteilsverhalten beschäftigt sich hauptsächlich mit den mentalen Prozessen, die an der Entscheidungsfindung beteiligt sind. Sie basiert auf intensiven Interviews und auf Messungen der Informationsverarbeitungsfähigkeit von einundsiebzig Vollzeitrichtern in Ontario. Die Arbeit behandelt Themen wie: Probleme der Urteilsfindung (insbesondere bestehende Ungleichheiten); soziale und wirtschaftliche Hintergründe der Richter und ihre unterschiedlichen strafrechtlichen Philosophien; die Natur und Messung der richterlichen Einstellungen zu Kriminalität; Bestrafung und verwandte Themen; Vorhersage des Urteilsverhaltens basierend auf Einstellungs-Skalen (die der Autor konstruiert hat) sowie auf 'Faktormustern, die von Richtern wahrgenommen werden'; und den Einfluss sozialer und rechtlicher Einschränkungen auf den Urteilsprozess. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es eine sehr hohe Korrelation zwischen der Definition der Situation durch einen Richter und dem Urteil gibt, das er verhängt, und dass, während die für einen bestimmten Gesetzesverstoß unter ähnlichen Umständen verhängten Urteile unter Richtern variieren können, die Richter 'innerhalb ihrer selbst hoch konsistent sind'. Mit diesen Schlussfolgerungen konstruiert der Autor ein Modell des richterlichen Verhaltens und zeigt, wie dieses Modell zur Vorhersage und Erklärung der Urteilsfindung verwendet werden kann, und erschließt neues Terrain in der Nutzung der Sozial- und Verhaltenswissenschaften als Datenquellen zur Erklärung des Urteilsprozesses.
Arnold et al. (Do,) untersuchten diese Frage.