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Zusammenfassung Während der Vertrag von Rom den Mitgliedstaaten ermöglichte, auf nationaler Ebene Politiken für den Handel mit und die Produktion von Rüstungsmaterialien zu etablieren, hat die Europäische Union (EU) schrittweise ihren Einfluss in Fragen der Verteidigungsindustrie ausgeweitet. Dieser Artikel verfolgt die Geschichte der EU-Beteiligung an der industriepolitischen Verteidigung, mit einem Schwerpunkt auf Ereignissen des vergangenen Jahrzehnts. Ein bedeutender Befund ist, dass die Europäische Kommission und das Parlament eine Schlüsselrolle bei der Ausweitung der politischen Entscheidungsmaschinerie der EU auf Verteidigungsindustriesachen gespielt haben, während der Rat der Minister versucht hat, solchen Maßnahmen zu widerstehen. Eine zweite wichtige Schlussfolgerung ist, dass das Konzept des Spillover besonders geeignet ist, um zu beschreiben, wie und warum die politische Entscheidungsfindung der EU auf die industriepolitischen Verteidigungsfragen ausgeweitet wurde. Schlüsselwörter: Rüstungsindustrie, Verteidigungsindustrie, Verteidigungspolitik, Europäische Union, Integration, Spillover
Terrence R. Guay (Mon,) untersuchte diese Frage.