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Folter ist ein komplexes Trauma, das oft im Kontext weit verbreiteter Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen auftritt. Darüber hinaus ist die Natur modernen Krieges so beschaffen, dass ganze Bevölkerungen dem Risiko ausgesetzt sind, umfangreiche Traumata, Ungerechtigkeiten, Verlust und Vertreibung zu erleiden. Flüchtlinge erfahren insbesondere aufeinanderfolgende Belastungen, die sich über längere Zeiträume gegenseitig verstärken können. Die vorliegende Übersicht untersucht, ob zeitgenössische Vorstellungen von Trauma, insbesondere der Fokus auf die Kategorie der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), angemessen sind, um die vielfältigen Auswirkungen solcher Erfahrungen zu bewerten. Neuere Studien werden überprüft, um die Stärken und Einschränkungen aktueller Forschungsansätze aufzuzeigen. Die PTBS-Raten in solchen Studien variierten, wobei in neueren epidemiologischen Studien an Flüchtlingspopulationen relativ niedrige Raten festgestellt wurden. Es wird vorgeschlagen, dass ein Fokus auf intervenierende psychosoziale Anpassungssysteme dazu beitragen kann, die Wege klarer abzustecken, die bestimmen, ob traumatisierte Personen psychosoziale Wiedergutmachung erreichen oder einem Risiko für anhaltende psychiatrische Behinderungen ausgesetzt sind. Ein Modell wird vorgeschlagen, das besagt, dass Folter und verwandte Missbräuche fünf zentrale Anpassungssysteme herausfordern können, die die Funktionen "Sicherheit", "Bindung", "Gerechtigkeit", "Identitätsrolle" und "existenzielle Bedeutung" unterstützen. Es wird argumentiert, dass eine klarere Abgrenzung solcher Anpassungssysteme einen Konvergenzpunkt bieten kann, der Forschungsbemühungen enger mit der subjektiven Erfahrung von Überlebenden und den Arten klinischer Interventionen, die von traumatherapeutischen Diensten angeboten werden, verknüpft.
Derrick Silove (Do,) hat diese Frage untersucht.