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Mittelmeerseegras wird für seine zahlreichen Ökosystemdienstleistungen gepriesen, doch unterliegt es einem Rückgang seiner Flächenausdehnung. Die größte Komplikation bei der Auflösung dieser Tendenz ist die Sparsamkeit der Daten über seine Gesamtverteilung. Diese Studie befasst sich mit der Eignung des kürzlich gestarteten Sentinel-2-Satelliten zur Kartierung der Verbreitung von Mittelmeerseegraswiesen. Eine umfassende Methodik wird vorgestellt, die atmosphärische und analytische Korrekturen der Wasseräule anwendet und die Leistung von drei verschiedenen überwachten Klassifikatoren vergleicht. Die Fernerkundung des Thermaikos-Golfs, nördliche Ägäis (Griechenland, östliches Mittelmeer), zeigt, dass die Nutzung von Support Vector Machines auf korrigierten Reflexionen der Wasseräule die besten Genauigkeiten liefert. Zwei Mittelmeerseegräser, Posidonia oceanica und Cymodocea nodosa, bedecken eine insgesamt untergetauchte Fläche von 1,48 km² in Tiefen von 1,4–16,5 m. Mit seiner räumlichen Auflösung von 10 m und einer Wiederbesuchsfrequenz von 5 Tagen kann das Sentinel-2-Bildmaterial die Datenlücke zur Verbreitung von Mittelmeerseegras verringern und künftig ein besseres Management und Naturschutz in einer retrospektiven, zeit- und kosteneffizienten Weise ermöglichen.
Traganos et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.