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Die Etikettierungstheorie der Abweichung war in den 1960er und 1970er Jahren äußerst populär. Nach einer Reihe einflussreicher Kritiken geriet jedoch die Validität der Theorie bis 1980 in Frage und wurde 1985 für tot erklärt. In diesem Papier untersuchen wir die Anwendung der Etikettierungsperspektive auf ein bestimmtes Gebiet, die Jugendkriminalität. Wir diskutieren den allgemeinen theoretischen Ursprung der Etikettierungstheorie sowohl in der Konflikttheorie als auch im symbolischen Interaktionismus und verwenden sie, um zwei Hauptannahmen zur Etikettierung zu präsentieren: 1) dass Statusattribute einen Einfluss darauf haben, wer etikettiert wird (die „Hypothese der Statusmerkmale“) und 2) dass Etikettierungserfahrungen entscheidend für die Erzeugung von Anpassungsproblemen sind und zu einem anschließenden Engagement für weitere Abweichungen führen (die „Hypothese der sekundären Abweichung“). Wir stellen fest, dass das, was oft als Kritik an der Etikettierungstheorie selbst dargestellt wird, häufig eine Karikatur der Theorie ist. Der Hauptpunkt des Papiers ist eine Ausarbeitung der vollen Komplexität jeder Etikettierungshypothese, ein Vorschlag für empirische Forschung, um diese zu testen, und eine Überprüfung der vorhandenen Literatur. Wir schlagen vor, dass die Etikettierungstheorie nicht so ungültig ist, wie ihre Kritiker behaupten, und dass es eines Neuausdrucks und einer Revitalisierung einer Etikettierungstheorie der Jugendkriminalität bedarf. Wir sind den drei anonymen Gutachtern dieses Artikels und den redaktionellen Bemühungen von Frank Cullen sehr dankbar.
Paternoster et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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