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HINTERGRUND: In Schweden werden jährlich große Geldbeträge für Naturheilmittel (NRs) ausgegeben, obwohl die meisten Produkte in dieser Kategorie keine wissenschaftliche Dokumentation ihrer Wirksamkeit und Nebenwirkungen aufweisen. Die Nutzung und die Nutzer von Naturheilmitteln sind nicht gut definiert. Diese Arbeit beschreibt die Verwendung von NRs und die Nutzer in einer Stadt im Süden Schwedens und testet die Hypothese, dass die Verwendung von Naturheilmitteln eine Strategie zum Umgang mit psychosozialen Stressfaktoren ist. METHODEN: Die Studienkohorte bestand aus 6545 Männern und Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren, die 1991 und 1992 an der Malmö-Diät- und Krebsstudie, einer großangelegten prospektiven Kohortenstudie, teilnahmen. Daten zum Konsum von Naturheilmitteln wurden während sieben aufeinanderfolgender Tage erfasst, als Teil einer diätetischen Bewertung. Jeder Teilnehmer füllte außerdem einen Fragebogen aus, der Bildung, Berufserfahrung, Alkohol- und Rauchgewohnheiten, wahrgenommene Gesundheit und psychosoziale Faktoren wie soziales Netzwerk, soziale Unterstützung, berufliche Belastung und globale Kontrolle abdeckte. Die Körperzusammensetzung wurde ebenfalls gemessen. ERGEBNISSE: Die Prävalenz des Konsums von NRs betrug 26 % bei Frauen und 17 % bei Männern. Die Verwendung von NRs war im Winter und Frühling am häufigsten. Die beliebtesten Produkte waren Ginseng, Knoblauch sowie verschiedene Kräuter- und Pflanzenextrakte. Wichtige Determinanten für die Verwendung von NRs waren höhere Bildung, schwedische Herkunft und Lebensstilfaktoren wie ein niedriger Körperfettanteil und hoher Alkoholgenuss bei Frauen. Weitere Determinanten waren höheres Alter und Nichtrauchen bei Männern. Keiner der psychosozialen Faktoren schien die Prävalenz des Konsums von NRs zu beeinflussen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Prävalenz des Konsums von NRs wird von Geschlecht, demografischen Faktoren, Jahreszeit und Lebensstil beeinflusst. Die Verwendung von NRs scheint keine gängige Strategie zum Umgang mit psychosozialem Stress zu sein.
Wallström et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.