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ZUSAMMENFASSUNG: Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine klonale Erkrankung, die durch ineffektive Hämatopoese und variable Zytopenien mit einem erheblichen Risiko der Progression zur akuten myeloischen Leukämie gekennzeichnet ist. Die epidemiologische Einschätzung von MDS bleibt herausfordernd aufgrund sich entwickelnder Klassifikationssysteme, jedoch wird die Gesamtinzidenz in den Vereinigten Staaten auf etwa 4 pro 100.000 geschätzt und steigt mit dem Alter. Die sequenzielle Ansammlung von Mutationen treibt die Krankheitsentwicklung von asymptomatischer klonaler Hämatopoese (CH) zu CH unbestimmten Potentials, klonaler Zytopenie unbekannter Bedeutung bis hin zu offensichtlichem MDS. Die molekulare Heterogenität, die bei MDS zu beobachten ist, ist äußerst komplex und umfasst Mutationen von Genen, die an der Spleißmaschinerie, epigenetischer Regulation, Differenzierung und Zell-Signalgebung beteiligt sind. Jüngste Fortschritte im Verständnis der molekularen Landschaft von MDS haben zur Entwicklung verbesserter Risikoabschätzungsinstrumente und neuartiger Therapien geführt. Therapien, die auf die zugrunde liegende Pathophysiologie abzielen, werden hoffentlich das Waffenarsenal der MDS-Therapeutika weiter erweitern und uns näher zu einem individualisierten therapeutischen Ansatz bringen, der auf dem einzigartigen molekularen Profil jedes Patienten basiert und letztendlich die Ergebnisse von Patienten mit MDS verbessert. Wir überprüfen die Epidemiologie von MDS sowie die neu beschriebenen MDS-Präkursorbedingungen CH, CH unbestimmten Potentials und CCUS. Anschließend diskutieren wir zentrale Aspekte der MDS-Pathophysiologie und umreißen spezifische Strategien zur Fokussierung auf Merkmale der MDS-Pathophysiologie, einschließlich laufender klinischer Studien, die die Wirksamkeit dieser therapeutischen Modalitäten untersuchen.
Rotter et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.