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Ziel dieser Studie ist zweifach: zu bestimmen, ob (und wie) sich Geschlechtsstereotypen im Laufe der Zeit verändert haben, durch einen Vergleich von zwei verschiedenen Datensätzen, die 1993 (N=1255) und 2001 (N=1255) aus einer repräsentativen Stichprobe der spanischen Bevölkerung gesammelt wurden, und die Beziehung zwischen Geschlechtsmerkmalen und -rollen sowie deren Stabilität über die Zeit zu untersuchen. Darüber hinaus wird besonderes Augenmerk auf die psychometrischen Eigenschaften der im Studium verwendeten Maße von Geschlechtsmerkmalen und -rollen gelegt. Es wurde festgestellt, dass der Inhalt von Geschlechtsstereotypen im Zielzeitraum stabil bleibt, was die klassische Typologie bestätigt (eine höhere Zuordnung von expressiven-kommunalen Merkmalen zu Frauen und von instrumentellen-agentischen Merkmalen zu Männern). Die Struktur des Geschlechterrollenfragebogens ermöglicht es uns, zwischen Familienrollen- und Arbeitsrollenstereotypisierung zu unterscheiden. Die Geschlechterrollenstereotypisierung zeigt einen deutlichen Rückgang zwischen 1993 und 2001, ein Ergebnis, das im Widerspruch zur Stabilität der Merkmalrollenstereotypisierung steht. Die Tatsache, dass zu beiden Zeitpunkten eine sehr geringe Korrelation zwischen diesen beiden Komponenten des Geschlechtsstereotyps festgestellt wird, deutet stark auf deren Unabhängigkeit hin.
López-Sáez et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.