Key points are not available for this paper at this time.
ZIEL: Die Wahrnehmungen von Professionalität bei Medizinstudierenden könnten die Auswirkungen der aktuellen Bildungsprozesse auf die Entwicklung ihrer beruflichen Identität widerspiegeln. Diese Studie konzentriert sich auf die Wahrnehmungen von Studierenden der Medizinischen Fakultät der Universität Ankara hinsichtlich des 'guten Arztes' sowie auf die Faktoren, die auf die Bildung dieser Wahrnehmungen einwirken. METHODE: Es wurden sechs Fokusgruppen mit 59 Medizinstudierenden der Jahrgänge 1 und 6 durchgeführt. Die Transkripte der Diskussionen wurden thematisch analysiert. ERGEBNISSE: Die Ergebnisse bezüglich 'ein guter Arzt zu sein' spiegeln hauptsächlich die Ergebnisse früherer Studien wider, die das Konzept der medizinischen Professionalität umreißen. Das thematische Muster der Diskussionen über die Beziehung zwischen beruflicher Entwicklung und medizinischer Ausbildung deutet darauf hin, dass die Studierenden während der medizinischen Ausbildung unter einer schrittweisen Erosion ihrer Wahrnehmung leiden. Dass die Ausbildung die Person weder zum Besseren ändern noch herabstufen kann, anstatt sie zu verbessern, wurde von Teilnehmern beider Jahrgänge geteilt. Die Studierenden betrachten die klinische Praxis und Vorbilder als zwei Hauptvariablen, die die Qualifikation einer Person als Fachkraft bestimmen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die formalen und versteckten Programme bestimmen gemeinsam die Qualität und Wirksamkeit der beruflichen Ausbildung. Versuche zur Umstrukturierung der medizinischen Ausbildung müssen die wechselseitigen Dynamiken zwischen diesen beiden Komponenten erkennen und sollten daher den praktischen Aspekt der Bildungsprozesse sorgfältig ausarbeiten.
Kavas et al. (Do,) untersuchten diese Frage.