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Parasoziale Beziehungen sind soziale Bindungen, die das Publikum zu Medien-Personae entwickelt. Parasoziale Beziehungen können besonders bedeutungsvoll für diejenigen sein, die Hindernisse bei der Entwicklung realer sozialer Bindungen erfahren. Ziel dieser Studie war es, parasoziale Beziehungen in einer relational verwundbaren Population zu untersuchen, indem lesbische, schwule und bisexuelle (LGB) Jugendliche (n = 106) befragt wurden. Heterosexuelle Jugendliche (n = 321) wurden zum Vergleich befragt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass LGB-Jugendliche mehr Lieblings-Medien-Personae des anderen Geschlechts haben als heterosexuelle männliche Jugendliche. LGB-Jugendliche wählten eher LGB-Medien-Personae als ihre Favoriten, insbesondere wenn sie keine realen LGB-Freunde hatten. Wiederholte Medienexposition, empfundene Ähnlichkeit und Anziehung waren positiv mit der Stärke der parasozialen Beziehung für alle Jugendlichen korreliert, aber Einsamkeit trug nur zur Stärke der parasozialen Beziehung für LGB-Jugendliche bei. LGB-Jugendliche berichteten eher, dass ihre Lieblings-Medien-Personae wichtige Informationsquellen zu einer Reihe von Themen im Zusammenhang mit Sozialisation darstellen. Obwohl frühere Forschungen darauf hindeuten, dass parasoziale Beziehungen reale soziale Beziehungen ergänzen, könnten parasoziale Beziehungen für LGB-Jugendliche kompensatorisch sein, die versuchen, ein relationales Vakuum zu füllen, das durch das Fehlen realer LGB-Gleichaltriger entstanden ist. Wissenschaftler müssen parasoziale Beziehungen zu Mediencharakteren besser analysieren, wenn sie den Einfluss der Medien auf spezielle Populationen wie LGB-Jugendliche betrachten.
Bradley J. Bond (Mittwoch) hat diese Frage untersucht.
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