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Die historische Gegenwart, die Verwendung der Gegenwartsform, um sich auf vergangene Ereignisse zu beziehen, ist ein Merkmal des Narrativs, das seit langem anerkannt ist. Das Ziel dieser Analyse ist die Verwendung der historischen Gegenwartsform spezifisch in Erzählungen, die in alltäglichen Gesprächsinteraktionen vorkommen. Diese Verwendung wird als die konversationelle historische Gegenwart bezeichnet, um sie von der Verwendung dieser Zeitform in anderen Genres wie Reiseberichten und Witzen zu unterscheiden. In der Analyse des Auftretens der konversationellen historischen Gegenwart wurde festgestellt, dass Merkmale der Beziehung zwischen dem Sprecher und dem Publikum einen starken Einfluss hatten. Dies ist nicht der Fall, weil die Verwendung des sprachlichen Merkmals selbst sozial stratifiziert ist, sondern vielmehr, weil es als eines von mehreren Merkmalen fungiert, die in einer spezifischen Art von Narrativ erscheinen und daher von Normen der Interaktion gesteuert werden, die das soziale Verhalten einschränken, das an der Schilderung solcher Erzählungen beteiligt ist. Die Tatsache, dass die Verwendung der konversationellen historischen Gegenwart in dieser Hinsicht eine interaktionale Variable ist, hat wichtige theoretische und methodologische Implikationen für die Analyse, die hier berichtet wird. Der grundlegende theoretische Punkt ist, dass man im Studium der konversationellen historischen Gegenwart ein perfektes Beispiel für die Beziehung zwischen sprachlicher Struktur und Sprachgebrauch sieht.
Nessa Wolfson (Di,) hat diese Frage untersucht.
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