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Manöver nimmt die Leser mit auf eine globale Tour durch den umfangreichen Prozess, der als 'Militarisierung' bezeichnet wird. Mit ihrem scharfen Verstand und ihrer Entschlossenheit zeigt die renommierte Feministin Cynthia Enloe, dass nicht nur die offensichtlichen Menschen militarisiert werden - Führungskräfte und Fabrikarbeiter, die Kampfjets, Landminen und Interkontinentalraketen herstellen. Auch die Angestellten von Lebensmittelunternehmen, Spielzeugfirmen, Bekleidungsfirmen, Filmstudios, Maklerfirmen und Werbeagenturen gehören dazu. Militarisierung ist nie geschlechtsneutral, behauptet Enloe: Es ist eine persönliche und politische Transformation, die auf Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit beruht. Filme, die Aktion mit Krieg gleichsetzen, Kondome mit einem Camouflage-Muster, Moden, die Messingknöpfe und Epauletten feiern, Tomatensuppe mit Pasta in Form von Star Wars-Waffen - all dies trägt zu militaristischen Werten bei, die unsere Kultur sowohl im Krieg als auch im Frieden prägen. Manöver präsentiert neues und bahnbrechendes Material, das auf Enloes hochgelobter Arbeit in 'Does Khaki Become You?' und 'Bananas, Beaches, and Bases' aufbaut und wirft einen internationalen Blick auf die Politik der Männlichkeit, Nationalismus und Globalisierung. Enloe bewegt sich weitreichend von Japan über Korea, Serbien, Kosovo, Ruanda, Großbritannien, Israel, die Vereinigten Staaten und viele Punkte dazwischen. Sie behandelt eine breite Palette von Themen: Homosexuelle im Militär, die Geschichte der 'Camp-Follower', die Politik von Frauen, die männliche Soldaten sexuell bedient haben, das Eheleben im Militär, Militärschwestern und die Rekrutierung von Frauen ins Militär. Ein Kapitel mit dem Titel 'Wenn Soldaten vergewaltigen' untersucht die vielen Facetten des Problems in Ländern wie Chile, den Philippinen, Okinawa, Ruanda und den Vereinigten Staaten. Enloe skizziert die Dilemmata, mit denen Feministinnen weltweit konfrontiert sind, wenn sie Theorien und Strategien entwickeln wollen, die militarisierten Frauen lokal und international unterstützen, ohne sich selbst unwissentlich militarisieren zu lassen. Sie erforscht die komplizierten militarisierten Erfahrungen von Frauen als Prostituierte, als Vergewaltigungsopfer, als Mütter, als Ehefrauen, als Schwestern und als feministische Aktivistinnen und deckt die 'Manöver' auf, die Militärbeamte und ihre zivilen Unterstützer unternommen haben, um sicherzustellen, dass sich jede dieser Gruppen von Frauen besonders und getrennt fühlt.
Eine Freitag-Studie hat diese Frage untersucht.