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Perforin ist ein Glykoprotein, das für die Bildung von Poren in Zellmembranen von Zielzellen verantwortlich ist. Perforin kann polymerisieren und einen Kanal in der Zellmembran der Zielzelle bilden. Viele Forschungsgruppen konzentrieren sich auf die Rolle von Perforin bei verschiedenen Krankheiten, der Immunantwort auf bakterielle und virale Infektionen, der Immunüberwachung und der Immunpathologie. Darüber hinaus ist Perforin an der Pathogenese von Autoimmunerkrankungen und der Abstoßung allogener Transplantate beteiligt. Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) und CD8-positive T-Zellen sind die Hauptquelle für Perforin. CD4-positive T-Zellen können jedoch auch eine geringe Menge an Perforin produzieren, wenn die klassische Zytotoxizität ineffektiv oder gestört ist. Polymerisierte Perforinmoleküle bilden Kanäle, die einen freien, nicht selektiven, passiven Transport von Ionen, Wasser, kleinen Molekülen und Enzymen ermöglichen. Infolgedessen stören die Kanäle die schützende Barriere der Zellmembran und zerstören die Integrität der Zielzelle. Diese Übersichtsarbeit wird sich auf die Wirkmechanismen und die Struktur von Perforin konzentrieren. Zudem diskutieren wir in dieser Übersichtsarbeit das Problem der abnormalen Perforinproduktion bei Krankheiten wie: hämophagozytischer Lymphohistiocytose (HLH), Leukämien und Lymphomen, Infektionskrankheiten und Autoimmunerkrankungen. Ein besseres Verständnis der Rolle dieser Moleküle in Gesundheit und Krankheit wird ein neues Forschungsfeld mit möglichen therapeutischen Implikationen eröffnen.
Osińska et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.
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