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‚Zuhause‘ und ‚Obdachlosigkeit‘ definieren sich auf phänomenologischer Ebene gegenseitig. Für die sesshafte Bevölkerung ist Obdachlosigkeit eine Quelle der Faszination und Abscheu, eine Verkörperung ihrer Ängste (vor Armut und Entfremdung) und ihrer Träume (von Freiheit und Einfachheit). Die ‚nicht untergebrachte Frau‘ ist besonders eine Aberration und ein Widerspruch in sich: die Geschlechter-Rebellin, die die traditionellen Familien- und Haushaltsstrukturen abgelehnt hat oder von ihnen abgelehnt wurde. Das Zuhause wurde als Quelle der Identität und als grundlegendes Fundament der sozialen Ordnung konstruiert. Solche Ordnung basiert jedoch auf den Erfahrungen vieler Frauen, die das Zuhause als Gefängnis erleben. Diese ‚Obdachlosen-Zuhause‘-Frauen erfahren Missbrauch, Gewalt und die Unterdrückung ihres Selbst innerhalb des vermeintlich sicheren Hafens des häuslichen Zuhauses. Der Artikel stützt sich auf die ethnografische Forschung der Autorin über obdachlose Frauen und Männer im Rahmen des Three Cities Projects zur Jugendobdachlosigkeit und Kriminalität und schließt mit der Untersuchung von zwei Arten der Obdachlosigkeit: Identitätsarbeit und dem Management des Körpers.
Julia Wardhaugh (Mon,) hat diese Frage untersucht.
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