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Die Bestimmung des Moments, in dem ein Prozess der visuellen Wiedererkennung abgeschlossen ist, oder die Reihenfolge, in der verschiedene Prozesse zum Tragen kommen, sind grundlegende Schritte in jedem Versuch, menschliche Wiedererkennungsfähigkeiten zu verstehen oder die entsprechende Hierarchie neuronaler Mechanismen innerhalb künstlicher Systeme zu replizieren. Häufige experimentelle Paradigmen zur Untersuchung dieser Fragen beinhalten die Messung und/oder den Vergleich von Rückwärtsmaskierung (oder schneller serieller visueller Präsentation) psychometrischer Funktionen sowie physiologischer EEG/MEG/LFP-Signale (Spitzenlatenzen, differentielle Aktivitäten, Techniken zur Decodierung einzelner Versuche). Ich überprüfe und illustriere vier häufige Fehler, die Wissenschaftler bei der Verwendung dieser Paradigmen machen, und erläutere die konzeptionellen Trugschlüsse, die ihr Denken motivieren. Erstens können Präsentationszeiten oder Schwellenwerte für die asynchrone Maskierung des Stimulus nicht direkt oder indirekt als Reflexion der zeitlichen Abfolge relevanter Gehirnprozesse betrachtet werden, entgegen der kollektiven Intuition. Zweitens sollten psychophysikalische oder elektrophysiologische Messungen nicht verglichen werden, ohne potenzielle physikalische Unterschiede zwischen den experimentellen Stimulus-Sets zu bewerten. Drittens sollten solche Vergleiche nicht in einer Weise durchgeführt werden, die von subjektiven Reaktionen abhängt, um Reaktionsverzerrungen zu vermeiden. Schließlich verändert die Filterung elektrophysiologischer Signale ihre zeitliche Struktur und schließt somit ihre Interpretation in Bezug auf den zeitlichen Verlauf aus. Praktische Lösungen werden vorgeschlagen, um diese häufigen Fehler zu überwinden.
Rufin VanRullen (Sa,) hat diese Frage untersucht.