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Blinde Personen sind nicht nur durch ihren Sehverlust beeinträchtigt, sondern auch dadurch betroffen, dass der Verlust des Sehvermögens sekundäre Auswirkungen auf die Funktion ihrer biologischen Uhr haben kann. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Auswirkungen des Sehverlusts auf Schlaf-Wach-Störungen zu bestimmen. Eine prospektive Fragebogenerhebung mit 48 Items wurde über die französische Association Valentin Haüy, die blinde Menschen unterstützt, an blinde Personen verteilt. Eine nach Alter, Geschlecht, geografischem Standort und beruflicher Tätigkeit/Nicht-Tätigkeit gematchte Kontrollgruppe wurde aus einem Panel von 20000 Haushalten gewonnen, die für die französische Bevölkerung repräsentativ waren, und diese Gruppe füllte den Fragebogen ebenfalls aus. Von einer potenziellen blinden Population von 1500 Probanden wurden 1073 Fragebögen (71.5%) ausgefüllt und waren für die Analyse nutzbar, und von potenziell 1000 Kontrollpersonen wurden 794 (79. 4%) der Fragebögen zurückgesandt und analysiert. Zur Bestimmung der Pathologie wurden die im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4th revision, und in der International Classification of Sleep/Wake Disorders (1990) beschriebenen Kriterien verwendet. Personen, die als „vollständig blind“ und „fast blind“ (d. h. mit weniger als 10% verbleibender Sehkraft auf nur einem Auge) eingestuft wurden, wiesen ein signifikant höheres Auftreten von Schlaf-Wach-Störungen auf als Kontrollpersonen. Nächtliche Schlafstörungen, Tagesschläfrigkeit und (in geringerem Maße) ein „Free-Running“-Zustand sind bei blinden Personen signifikant häufiger. Es gibt einen erhöhten Gebrauch von Schlafmitteln und eine höhere Inzidenz von unangebrachten unfreiwilligen Tagschläfchen. Zusammenfassend berichten Personen mit Blindheit über eine signifikante Verkürzung der Gesamtschlafzeit und eine daraus resultierende Tagesschläfrigkeit, die sich auf die Aktivitäten am Tag auswirkt. Ein „Free-Running“-Zustand ist ebenfalls eine häufige Schlaf-Wach-Beeinträchtigung, die die Behinderung durch Blindheit noch verstärken kann.
Léger et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
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