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Literarisches Lesen hat die Fähigkeit, das Selbst zu implizieren und das Selbstverständnis zu vertiefen, jedoch ist wenig darüber bekannt, wie und wann diese Effekte auftreten. Der vorliegende Artikel untersucht zwei Formen der Selbstimplikation im literarischen Lesen. In einer Form, die wie ein Vergleich funktioniert, wird eine ausdrücklich erkannte Ähnlichkeit zwischen persönlichen Erinnerungen und einem Aspekt der Welt des Textes festgestellt (A ist wie B). In einer anderen Form, die wie eine Metapher funktioniert, wird der Leser mit einem Aspekt der Welt des Textes identifiziert, normalerweise dem Erzähler oder einer Figur (A ist B). Diese Formen der Selbstimplikation können innerhalb der offenen Kommentare der Leser zu ihren Leseerfahrungen differenziert werden. Die Ergebnisse einer phänomenologischen Studie deuten darauf hin, dass solche Metaphern der persönlichen Identifikation ein zentrales Merkmal des expressiven Erlebens sind, einer Art Leseerfahrung, die durch (1) explizite Beschreibungen von Gefühlen als Reaktion auf Situationen und Ereignisse im Text, (2) verschwommene Grenzen zwischen sich selbst und dem Erzähler des Textes und (3) aktive und iterative Modifikation eines sich entwickelnden affektiven Themas gekennzeichnet ist. Die sich selbst modifizierenden Gefühle, die für das expressive Erleben charakteristisch sind, verleihen ihm eine fugale Form, die sich als thematische Entwicklungen manifestiert, die auf Sättigung, Reichtum und Tiefe hinarbeiten. Die Ergebnisse einer experimentellen Studie deuten darauf hin, dass expressives Erleben häufig bei Personen auftritt, die aufgrund eines bedeutenden Verlustes, der vor einiger Zeit stattfand, weiterhin depressiv sind. Zusammen mit der phänomenologischen Studie legt diese Forschung nahe, dass expressives Erleben eine Form des Lesens ist, die das Verständnis des Lesers für das Alltagsleben durchdringt und verändert, insbesondere nach einer persönlichen Krise.
Kuiken et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.