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HINTERGRUND: KMT2A(11q23)-rearrangierte akute myeloische Leukämie (KMT2A-r AML) stellt einen klinisch aggressiven Subtyp mit heterogenen Ergebnissen dar. Aktuelle Belege bleiben in Bezug auf die prognostische Relevanz von Fusionspartnern in 11q23/KMT2A-rearrangierter AML unklar. Die umfassende mutationale Landschaft und prognostische Implikationen koexistierender Treibermutationen sind schlecht charakterisiert. METHODEN: Eine umfassende klinikogenomische Analyse von 159 de novo KMT2A-r AML-Patienten wurde durchgeführt, um die Korrelation zwischen molekularen Profilen und klinischen Ergebnissen zu bewerten. ERGEBNISSE: Bemerkenswerterweise wies die KMT2A::MLLT4-Untergruppe signifikant höhere KRAS-Mutationsfrequenzen im Vergleich zu anderen Rearrangierungsgruppen auf (p < .05). Die Überlebensanalyse ergab, dass die KMT2A::MLLT4-Kohorte Tendenzen zu einem schlechteren Gesamtüberleben (OS) und einer erhöhten kumulativen Inzidenz von Rückfällen (CIR) im Vergleich zu anderen Rearrangierungsuntergruppen aufwies. Stratifiziert nach Mutationsstatus wiesen Patienten mit KRAS-Mutationen signifikant schlechtere 2-Jahres-OS-Raten (24,6 % vs. 50,5 %; p = .001) und höhere 2-Jahres-CIR (56,3 % vs. 34,6 %; p = .018) im Vergleich zu KRAS-wildtypischen Kollegen auf. Diese ungünstige prognostische Assoziation blieb in der transplantierten Kohorte bestehen (OS: 32,3 % vs. 73,5 %; p < .001; CIR: 73,6 % vs. 23,0 %; p < .001). Im Gegensatz dazu zeigten Mutationen in NRAS, FLT3 keine statistisch signifikanten Assoziationen mit OS oder CIR in der gesamten Kohorte oder der Transplantationsuntergruppe. Die multivariable Cox-Regression bestätigte die KRAS-Mutation als unabhängigen ungünstigen prognostischen Faktor sowohl für 2-Jahres-OS (Hazard Ratio HR, 0,51; 95 % CI, 0,31-0,84; p = .008) als auch für CIR (HR, 1,80; 95 % CI, 1,04-3,12; p = .037) in der gesamten Kohorte. Diese Assoziation hielt in der Subgruppe der transplantierten Patienten an (OS: HR, 0,18; 95 % CI, 0,06-0,52; p = .001; CIR: HR, 3,89; 95 % CI, 1,05-14,37; p = .042). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Ergebnisse zeigen den unabhängigen prognostischen Wert von KRAS-Mutationen über Behandlungsmodalitäten hinweg, einschließlich konventioneller Chemotherapie und hämatopoetischer Stammzelltransplantation.
Wu et al. (Mittwoch,) haben diese Frage untersucht.