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ZIEL: Ungenaue Konzeptualisierungen der Dissoziation behindern das Verständnis der trauma-assoziierten Dissoziation. Eine heuristische Lösung für Forschung und klinische Praxis wird vorgeschlagen. METHODEN: Aktuelle Konzeptualisierungen der Dissoziation werden kritisch untersucht. Sie werden mit einer neuen Theorie verglichen, die klassische Ansichten zur Dissoziation mit anderen zeitgenössischen Theorien zur Traumatisierung verbindet und Dissoziation als einen Mangel an Integration unter den psychobiologischen Systemen betrachtet, die die Persönlichkeit ausmachen, d.h. als eine strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit. ERGEBNISSE: Die meisten aktuellen Ansichten zur Dissoziation sind überinklusive und unterinklusive. Sie umfassen nicht-dissociative Phänomene – starre Veränderungen im Niveau und im Bereich des Bewusstseins – die in nicht-traumatisierten Populationen vorherrschen und keine strukturelle Dissoziation erfordern. Diese Ansichten berücksichtigen auch weitgehend somatoforme und positive Symptome der Dissoziation und unterschätzen integrative Defizite, während sie die psychologische Abwehrfunktion der Dissoziation betonen. Sie bieten keinen gemeinsamen psychobiologischen Weg für das Spektrum der trauma-assoziierten Störungen. Strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit umfasst wahrscheinlich Teilungen zwischen mindestens zwei psychobiologischen Systemen, von denen jedes ein mehr oder weniger unterscheidbares apperzeptives Zentrum beinhaltet, d.h. einen dissoziativen Teil der Persönlichkeit. Drei prototypische Ebenen struktureller Dissoziation werden postuliert, um mit bestimmten trauma-assoziierten Störungen zu korrelieren. FAZIT: Die Begrenzung des Konzepts der Dissoziation auf strukturelle Geteiltheit der Persönlichkeit unterscheidet es von verwandten, aber nicht-dissociativen Phänomenen und liefert eine Taxonomie dissoziativer Symptome. Sie postuliert einen gemeinsamen psychobiologischen Weg für alle trauma-assoziierten Störungen. Trauma-assoziierte Dissoziation wird durch integrative Defizite und phobische Vermeidung aufrechterhalten. Diese Konzeptualisierung fördert die Diagnose, Klassifikation, Behandlung und Forschung zu trauma-assoziierten Störungen.
Hart et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.