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Zusammenfassung. Der beobachtete Anstieg der direkten Hochwasserschäden in den letzten Jahrzehnten könnte durch Veränderungen in den meteorologischen Treibern von Hochwasser oder durch sich ändernde Landnutzung und sozioökonomische Entwicklungen verursacht worden sein. Es ist nach wie vor weitgehend unbekannt, inwieweit diese Faktoren zu zukünftigen Veränderungen des Hochwasserrisikos beitragen werden. Wir untersuchen den Wandel des Hochwasserrisikos in Bezug auf den erwarteten jährlichen Schaden an Wohngebäuden im unteren Teil des Muldeeinzugsgebiets (Vereinigte Mulde) zwischen 1990 und 2020 in 10-Jahres-Schritten basierend auf Messungen und Modellprognosen. Zu diesem Zweck betrachten wir die komplette Risiko-Kette von Klimawirkungen über hydrologische und hydraulische Modellierung bis hin zu Schadens- und Risikoeinschätzungen. Wir analysieren, was die Veränderungen des Hochwasserrisikos antreibt und quantifizieren die Beiträge dieser Treiber: Veränderung der Hochwassergefahr aufgrund des Klimawandels, Veränderungen in der Landnutzung und Änderungen der Gebäudewerte. Wir schätzen die Hochwasserrisiken und Gebäudeverluste basierend auf konstanten Werten und basierend auf effektiven (inflationsbereinigten) Werten separat. Für konstante Werte belaufen sich die geschätzten Gebäudeverluste für das extremste Überflutungsszenario auf über 360 Millionen € für alle Zeitabschnitte. Basierend auf effektiven Werten sinken die Schadensschätzungen für dasselbe Überflutungsszenario von 478 Millionen € im Jahr 1990 auf 361 Millionen € im Jahr 2000 und 348 Millionen € im Jahr 2020 (maximales Landnutzungsszenario). Bei konstanten Werten beträgt das Hochwasserrisiko 111% (effektive Werte: 146%) der Schätzung von 2000 im Jahr 1990 und 121% (effektive Werte: 115%) der Schätzung von 2000 für das maximale Landnutzungsszenario im Jahr 2020. Die Quantifizierung der Beiträge der Treiber zeigt, dass die Veränderung der Landnutzung in Form von Urbanisierung in gefährdeten Gebieten der Haupttreiber des Hochwasserrisikos im Untersuchungsgebiet ist. Der durch das Klima bedingte Wandel der Hochwassergefahr ist wichtig, aber kein dominierender Faktor für den Risiko-Wandel im Untersuchungsgebiet. Mit der historischen Ausnahme der wirtschaftlichen Effekte in Ostdeutschland nach der deutschen Wiedervereinigung haben Wertentwicklungen nur einen geringfügigen Einfluss auf die Entwicklung des Hochwasserrisikos.
Elmer et al. (Mittwoch,) untersuchten diese Frage.