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Schuld wird allgemein als wichtige selbstregulatorische Emotion anerkannt, doch alternative theoretische Ansätze betrachten Schuld hauptsächlich als entweder Hinweis auf Bestrafung oder als prosoziale Motivation. Diese Ansichten integrierend schlagen wir vor, dass Schuld dynamisch funktioniert, um zunächst einen Hinweis auf negative Verstärkung bereitzustellen, der mit reduzierter Annäherungsmotivation verbunden ist, und sich in annäherungsmotiviertes Verhalten verwandelt, wenn sich eine Möglichkeit zur Wiedergutmachung bietet. Wir testeten diese Hypothese im Kontext von Rassenvorurteilen. Weiße Probanden sahen eine multikulturelle Reihe von Gesichtern, während die kortikale Aktivität mithilfe der Elektroenzephalographie aufgezeichnet wurde. Nach einem falschen Feedback, das anti-schwarze Reaktionen anzeigte, berichteten die Probanden von erhöhter Schuld, die mit Veränderungen in der frontalen kortikalen Asymmetrie verbunden war, was auf reduzierte Annäherungsmotivation hindeutet. Als den Probanden die Möglichkeit präsentiert wurde, sich an vorurteilsreduzierendem Verhalten zu beteiligen, sagte Schuld ein größeres Interesse an der Vorurteilsreduktion voraus, was wiederum mit einer annäherungsbezogenen Verschiebung in der frontalen Asymmetrie verbunden war. Die Ergebnisse unterstützen ein dynamisches Modell, in dem Schuld mit adaptiven Veränderungen in Motivation und Verhalten verbunden ist.
Amodio et al. (Freitag) untersuchten diese Frage.
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