Hintergrund: Die Korrektur von erwachsenen Wirbelsäulenfehlstellungen (ASD) unter Verwendung der Roussouly-Klassifikation, der SRS-Schwab-Klassifikation oder des globalen Ausrichtungs- und Proportionswerts (GAP) ist mit einer reduzierten Anzahl mechanischer Komplikationen verbunden. Der Nutzen einer Kombination dieser Rahmenbedingungen ist jedoch unklar. Methoden: Diese Studie umfasste ASD-Patienten, die sich einer Korrekturoperation unterzogen (2018–2023). Patienten wurden als Roussouly „Match“ oder „Mismatch“ klassifiziert, basierend auf der Übereinstimmung mit ihrem theoretischen Typ, und gut ausgerichtete Untergruppen wurden definiert als sagittale vertikale Achse ≤5 cm, Beckeninzidenz-Lendenlordose ≤10° oder ein GAP-Wert ≤6. Das primäre Ergebnis waren mechanische Komplikationen. Ergebnisse: Bei 174 Patienten zeigten insgesamt die nach Roussouly klassifizierten Patienten keine signifikanten Unterschiede in den mechanischen Komplikationen im Vergleich zu nicht übereinstimmenden Patienten. Darüber hinaus wurden innerhalb jeder Untergruppe keine signifikanten Unterschiede zwischen übereinstimmenden und nicht übereinstimmenden Patienten festgestellt. Diese Ergebnisse blieben nach Anpassung an demografische und Komorbiditätsfaktoren bestehen. Schlussfolgerung: Bei ASD-Patienten, die bereits gut durch etablierte sagittale Parameter ausgerichtet sind, bietet das Roussouly-Matching keine zusätzliche Reduzierung mechanischer Komplikationen. Daher könnte die chirurgische Planung die Schlüsselziele der sagittalen Ausrichtung priorisieren, während zukünftige Studien bewerten sollten, ob zusätzliche Ausrichtungsstrategien die allgemeinen Patientenergebnisse verbessern.
Kaghazchi et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.