Soziale Tänze sind eine wichtige, jedoch wenig erforschte Form der physischen Kultur im Gemeinschaftsleben der Philippinen. Diese qualitative Fallstudie untersuchte, wie aus dem Westen stammende Gesellschaftstänze in Gemeinden auf den südlichen Philippinen angepasst und aufrechterhalten wurden, wobei der Fokus auf ihren Rollen in der körperlichen Aktivität, sozialen Verbindung und kulturellen Kontinuität lag. Achtzehn Teilnehmer, darunter Tänzer, Instruktoren, Organisatoren und Kulturarbeiter, wurden durch halbstrukturierte Interviews, teilnehmende Beobachtungen bei zwölf Tanzveranstaltungen und Dokumentenbewertungen einbezogen. Die thematische Analyse identifizierte vier zentrale Dimensionen, nämlich kulturelle Anpassung durch lokale Musik und Bewegung, inklusive Teilnahme über diverse Gruppen, institutionelle Unterstützung von Schulen und lokalen Regierungen sowie psychosoziale Vorteile wie Wohlbefinden, Identitätsaffirmation und Gemeinschaftsbinding. Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Tänze als zugängliche körperliche Freizeitbeschäftigung fungieren und gleichzeitig die kulturelle Übertragung und den Gemeinschaftszusammenhalt unterstützen. Die Studie trägt zur Forschung über körperliche Kultur in Südostasiens bei und bietet Implikationen für Sportunterricht, Gemeindegesundheit und kulturelle Erhaltung.
Annaliza Reginio Castro (Mittwoch) hat diese Frage untersucht.