Ausstellungen sind seit langem ein wichtiges Medium zur Vermittlung von Wissen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Sie ermöglichen es, komplexe Themen auf zugängliche und ansprechende Weise darzustellen, wecken Neugier und unterstützen das Lernen durch direkte Erfahrung. Temporäre Bildungsausstellungen, etwa in Schulen, Museen oder Universitäten, spielen daher eine entscheidende Rolle dabei, den Horizont zu erweitern und nachhaltige Lernerlebnisse zu schaffen.Gleichzeitig stehen diese Ausstellungen vor Herausforderungen. Junge Zielgruppen sind zunehmend an digitale Umgebungen und interaktive Medien gewöhnt, während traditionelle Ausstellungen oft zeitlich, räumlich und kapazitiv begrenzt sind. Nach dem Ende einer Ausstellung gehen Inhalte und Erfahrungen zudem leicht verloren. Dies wirft die Frage auf, wie Ausstellungen erweitert und angepasst werden können, um den Erwartungen digital geprägter Generationen gerecht zu werden und einen nachhaltigen Bildungseffekt zu erzielen.Diese Arbeit untersucht diese Fragestellungen am Beispiel von Cultural Collisions, einer temporären Ausstellungsreihe in Wien, die Schüler:innen durch interaktive Formate an Themen wie Energie, Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien heranführt. Im Fokus der Forschung steht, wie digitale Versionen solcher Ausstellungen erweiterte Lernmöglichkeiten bieten können. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Dokumentation, Bewahrung und Transformation physischer Elemente in interaktive digitale Anwendungen.Im praktischen Teil der Arbeit wird ein Prototyp entwickelt, der eine physische Station der Ausstellung in eine digitale Spielumgebung überführt. Dabei kommen 3D-Scanning, interaktives Design und Gamification-Elemente wie Punktesysteme und Abzeichen zum Einsatz. Ziel ist es, die Voraussetzungen für die Entwicklung digitaler Versionen interaktiver Ausstellungen zu analysieren und deren Potenzial zur Erweiterung von Lernergebnissen über den physischen Besuch hinaus zu evaluieren.Der Beitrag dieser Arbeit liegt darin, aufzuzeigen, wie digitale Werkzeuge temporäre Ausstellungen bewahren und bereichern können. Dadurch eröffnen sich für Museen und Bildungseinrichtungen neue Möglichkeiten, Zielgruppen zu erreichen, Engagement zu fördern und physische sowie digitale Lernräume miteinander zu verknüpfen.
Raman Levoshka (Wed,) studied this question.