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HINTERGRUND: COVID-19 hat zur schnellen und weit verbreiteten Nutzung von Fernkonsultationen in der Allgemeinmedizin geführt, aber die Auswirkungen auf gesundheitliche Ungleichheiten sind unbekannt. ZIEL: Die Auswirkungen von Fernkonsultationen in der Allgemeinmedizin im Vergleich zu persönlichen Konsultationen auf die Nutzung und klinischen Ergebnisse in sozioökonomischen und benachteiligten Gruppen zu untersuchen. DESIGN & SETTING: Systematische Überprüfung. METHODE: Die Autoren führten eine elektronische Suche in MEDLINE, EMBASE und Web of Science von Beginn bis Juni 2020 durch. Die Studie umfasste Studien, die Fernkonsultationen mit persönlichen Konsultationen in der Primärversorgung verglichen und Ergebnisse nach PROGRESS Plus-Kriterien berichteten. Das Risiko für Verzerrungen wurde mit ROBINS-I bewertet. Die Daten wurden narrativ zusammengefasst. ERGEBNISSE: Basierend auf 13 Studien, die telefonische und internetbasierte Konsultationen untersuchten, stellte diese Überprüfung fest, dass telefonische Konsultationen von jüngeren Menschen im erwerbsfähigen Alter, sehr alten und nicht eingewanderten Personen genutzt wurden, wobei internetbasierte Konsultationen eher von jüngeren Menschen verwendet wurden. Frauen nutzten konsequent mehr fernmedizinische Beratungsformen als Männer. Die sozioökonomischen und ethnischen Ergebnisse waren gemischt, mit schwachen Hinweisen darauf, dass Patienten aus wohlhabenderen Gebieten eher internetbasierte Kommunikation verwendeten. Fernkonsultationen schienen Patienten mit Opioidabhängigkeit zu helfen, in Kontakt mit der Primärversorgung zu bleiben. Keine Studien berichteten über die Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung oder klinische Ergebnisse. FAZIT: Fernkonsultationen in der Allgemeinmedizin werden voraussichtlich eher von jüngeren, arbeitenden Menschen, Nicht-Eingewanderten, älteren Patienten und Frauen genutzt, wobei internetbasierte Konsultationen eher von jüngeren, wohlhabenden und gebildeten Gruppen verwendet werden. Die weit verbreitete Nutzung von Fernkonsultationen sollte mit Vorsicht behandelt werden, bis die Auswirkungen auf Ungleichheiten in klinischen Ergebnissen und der Versorgungsqualität bekannt sind.
Parker et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.