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Der globale Bereich der Faktenprüfungsorganisationen hat seit 2016 einen dramatischen Fokuswechsel erlebt, von der Überprüfung von Aussagen von Politikern und anderen öffentlichen Personen hin zur Kontrolle von viralen Fehlinformationen in sozialen Netzwerken. Was Praktiker als „Entlarvung“ bezeichnen, war einst ein geringer Fokus, dominiert jetzt jedoch die Agenda der führenden Anbieter und macht den Großteil der weltweit produzierten Faktenprüfungen aus, teilweise bedingt durch kommerzielle Partnerschaften zwischen Faktenprüfern und Plattformunternehmen. Diese Studie untersucht, was diese plötzliche Neuausrichtung für die Faktenprüfer selbst bedeutet, und zieht Interviews sowie metajournalistischen Diskurs heran, um den Einfluss auf die Wertzuweisung und Grenzziehungen in ihrem wachsenden transnationalen Bereich zu analysieren. Wir heben verschiedene diskursive Strategien hervor, die Faktenprüfer verwenden, um die Entlarvungswende zu erklären, abhängig von ihrer eigenen Position im Feld, und zeigen, wie sich verschiebende Grenzen auf breitere Bedenken hinsichtlich der Autonomie von Plattformpartnern auswirken. Wir legen nahe, dass der Diskurs über Entlarvung einen beginnenden Wandel vom Modell der „öffentlichen Vernunft“, das in der professionellen Logik des Journalismus implizit ist, hin zu einem instrumentelleren Modell der „öffentlichen Gesundheit“ des Nachrichtenarbeiter zeigt, das an eine digitale Medienumgebung angepasst ist, die von Plattformunternehmen dominiert wird.
Graves et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.