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Warum scheinen die Mehrheitsparteien im Kongress nicht in der Lage zu sein, als effektive politische Entscheidungsgewalt zu agieren? Sie delegieren routinemäßig ihre Macht intern an ständige Komitees und Unterkomitees in jeder Kammer sowie extern an den Präsidenten und die Bürokratie. Die herkömmliche Weisheit in der Politikwissenschaft behauptet, dass eine solche Delegation unvermeidlich zur Abdankung führt, normalerweise schrittweise, manchmal drastisch, aber immer vollständig. In der Logik der Delegation argumentieren jedoch D. Roderick Kiewiet und Mathew D. McCubbins überzeugend, dass Politikwissenschaftler viel zu viel Aufmerksamkeit dem schenken, was Kongressparteien nicht tun können. Die Autoren stützen sich auf ökonomische und managementtheoretische Ansätze, um zu zeigen, dass die Effektivität der Delegation nicht davon abhängt, wie viel Autorität delegiert wird, sondern vielmehr davon, wie gut sie delegiert wird. Im Kontext des Haushaltsprozesses zeigen die Autoren, wie Kongressparteien Komitees, Unterkomitees und Exekutivagenturen einsetzen, um politische Ziele zu erreichen. Diese innovative Studie wird ein völliges Umdenken klassischer Fragestellungen in der amerikanischen Politik erzwingen: die Autonomie der Kongresskomitees; die Realität einer überbordenden Bundesbürokratie; und die angebliche Dominanz der Präsidentschaft in den Beziehungen zwischen Legislative und Exekutive.
Joseph White (Mi,) untersuchte diese Frage.