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HINTERGRUND: Wir haben untersucht, ob die höhere Schwere der Coronavirus-Erkrankung 2019 (COVID-19) bei Männern und Black, Asian and Minority Ethnic (BAME) Personen durch kardiometabolische, sozioökonomische oder verhaltensbezogene Faktoren erklärt werden kann. METHODEN: Wir haben 4510 UK Biobank-Teilnehmer untersucht, die auf COVID-19 getestet wurden (positiv, n = 1326). Multivariate logistische Regressionsmodelle, die Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit einbeziehen, wurden verwendet, um zu testen, ob die Hinzunahme von (1) kardiometabolischen Faktoren Diabetes, Bluthochdruck, hohem Cholesterin, vorherigem Myokardinfarkt, Rauchen und Body-Mass-Index (BMI); (2) 25(OH)-Vitamin D; (3) schlechter Ernährung; (4) Townsend-Deprivation-Score; (5) Wohnsituation (Haustyp, Überbelegung) oder (6) Verhaltensfaktoren (Geselligkeit, Risikobereitschaft) die Assoziationen zwischen Geschlecht/Ethnie und COVID-19-Status abschwächte. ERGEBNISSE: Es gab eine Überrepräsentation von Männern und BAME-Ethnien in der COVID-19-positiven Gruppe. BAME-Personen hatten im Durchschnitt ein schlechteres kardiometabolisches Profil, niedrigere 25(OH)-Vitamin-D-Werte, eine höhere materielle Deprivation und lebten eher in größeren Haushalten und in Wohnungen. Männliches Geschlecht, BAME-Ethnie, höherer BMI, höherer Townsend-Deprivation-Score und Haushaltsüberbelegung waren unabhängig mit signifikant höheren Wahrscheinlichkeiten für COVID-19 assoziiert. Das Muster der Assoziation war für Männer und Frauen konsistent; kardiometabolische, sozio-demografische und verhaltensbezogene Faktoren schwächten die Assoziationen zwischen Geschlecht/Ethnie nicht ab. SCHLUSSFOLGERUNGEN: In dieser Studie wurde das geschlechtsspezifische und ethnische Muster von COVID-19 nicht ausreichend durch Variationen in kardiometabolischen Faktoren, 25(OH)-Vitamin-D-Spiegeln oder sozioökonomischen Faktoren erklärt. Faktoren, die ethnische Unterschiede bei COVID-19 zugrunde liegen, sind möglicherweise nicht leicht erfassbar, sodass die Untersuchung alternativer biologischer und genetischer Anfälligkeiten sowie eine umfassendere Bewertung der komplexen wirtschaftlichen, sozialen und verhaltensbezogenen Unterschiede priorisiert werden sollte.
Raisi‐Estabragh et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.
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