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Die akademische Literatur zur Bewertung von Professionalität in der medizinischen Ausbildung boomt, und der Fokus lag hauptsächlich auf der Bewertung professioneller Verhaltensweisen. Folglich wurden die attitudinalen Elemente der Professionalität in der Literatur weitgehend ignoriert. In der Folge verlassen sich Pädagogen hauptsächlich auf das professionelle Verhalten allein als primären Maßstab für Professionalität, ohne den zugrunde liegenden Einstellungen der Studierenden angemessen Rechnung zu tragen. Mithilfe theoretischer Einsichten aus der soziokognitiven Psychologie beginnt dieser Standpunktartikel mit der Diskussion der Beziehung zwischen Einstellungen und Verhalten. Er legt nahe, dass Einstellungen schlechte Prädiktoren für Verhalten sind, wenn externe Einschränkungen, wie sozialer Druck, sich auf bestimmte Weise zu verhalten, stark sind. Es folgt eine kritische Betrachtung des Phänomens des "Faking it" – Studierende, die professionelles Verhalten vortäuschen, um positive Reaktionen von Beobachtern zu erhalten. Diese Praxis wird mit Studierenden verglichen, die zeitweise unprofessionell handeln als Reaktion auf sozialen Druck oder andere Kontextfaktoren, obwohl sie eine professionelle Einstellung haben. Wenn wir also nur auf die Verhaltensbewertung setzen, könnten wir Studierende mit professionellem Verhalten, aber unethischen Einstellungen bestehen lassen und Studierende mit unprofessionellem Verhalten, aber ethischen Einstellungen durchfallen lassen. Geleitet von einem soziokognitiven Modell der Verhaltensklärung schließt der Artikel mit praktischen Empfehlungen, wie Beobachtungen mit Gesprächen kombiniert werden können, um das professionelle Verhalten und die Einstellungen der Studierenden gerechter zu bewerten.
Rees et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.