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Seit den frühen 2000er-Jahren nutzen Forscher die zunehmende Verfügbarkeit von internetbasierter Technologie, um intensive longitudinale Daten über kurzfristige Zeitintervalle (z. B. Stunden, Tage) zu sammeln. Phänomene, die in langfristigen Zeitintervallen (z. B. Monate, Jahre) relevant sind, können sich jedoch unterschiedlich auf verschiedenen Zeitskalen manifestieren. So wie der Klimawandel nicht durch die Auswertung des Wetters an einem bestimmten Tag – oder sogar über eine Woche oder ein Jahr – beobachtet werden kann, ist eine sorgfältige Überlegung erforderlich, was untersucht wird, wenn Identitätsprozesse in Echtzeit und nicht über längere Zeiträume hinweg studiert werden. Wir diskutieren Fragen zu Zeitskalen in der Identitätsforschung, indem wir verschiedene Identitätstheorien überprüfen, die Operationalisierungen der Echtzeitidentität und breitere Entwicklungs Theorien zu mikro-genetischen Entwicklungsformen anbieten. Als Nächstes beurteilen wir kritisch die Forschung zur Identitätsverpflichtung und -exploration auf täglicher und wöchentlicher Ebene. Schließlich geben wir Empfehlungen zur Förderung der Forschung zur Echtzeitidentität und beziehen uns auf verschiedene Teilbereiche innerhalb der Identitätsforschung, einschließlich narrativer Identität und diskursiver Ansätze zur Identitätskonstruktion. Wir möchten neue und bedeutende Mixed-Methods-Forschung inspirieren, die die Messung der Mikroebene der Identität vorantreiben kann, was entscheidend ist, um ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie Identitätsbildungsprozesse auf verschiedenen Zeitskalen ablaufen.
Klimstra et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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