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Diese Studie erweitert die Forschung zur Informationsverarbeitung in Leistungsbewertungsurteilen. Ein kritischer Aspekt dieser Forschung ist die Beziehung zwischen Gedächtnis- und Urteilsprozessen. Forscher zur Leistungsbewertung haben traditionell angenommen, dass Leistungsurteile auf dem Gedächtnis für spezifisches Verhalten basieren; implizit in dieser Annahme ist die Vorstellung, dass, wenn das Gedächtnis für spezifische Verhaltensweisen verbessert wird, die Urteilgenauigkeit ebenfalls besser werden sollte. Wir erläutern die Umstände, unter denen Leistungsbewertungen mehr oder weniger wahrscheinlich auf zuvor gebildeten Urteilen basieren, im Gegensatz zu Gedächtnis für spezifische Informationen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die kausale Beziehung zwischen Gedächtnis und Urteil durch kontextuelle Faktoren zum Zeitpunkt der erforderlichen Bewertungen sowie zum Zeitpunkt der Kodierung von Informationen bestimmt wird.
Woehr et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.