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Die Prävalenz psychischer Störungen (DSM-III-R Achsen I und II) unter jugendlichen Selbstmordopfern (n = 53) wurde in einer landesweiten psychologischen Autopsiestudie in Finnland untersucht. Die Daten wurden umfassend durch Interviews mit den Angehörigen der Opfer und dem behandelnden Gesundheitspersonal sowie aus offiziellen Aufzeichnungen gesammelt. Nach unabhängigem Assessment durch zwei Psychiater wurden die DSM-III-R-Diagnosen in Konsenssitzungen zugewiesen. Eine große Mehrheit der Opfer (94%) litt an einer psychischen Störung. Die häufigsten Störungen waren depressive Störungen (51%) und Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit (26%). Die Prävalenz von Anpassungsstörungen (21%) war höher als in den meisten Studien aus anderen Ländern. Eine Persönlichkeitsstörung wurde in 32% der Fälle diagnostiziert. Komorbidität wurde bei 51% der Opfer festgestellt. Die Ergebnisse zeigen eine starke Beziehung zwischen jugendlichem Selbstmord und der Präsenz von Depressionen, antisozialem Verhalten und Alkoholmissbrauch.
Mauri Marttunen (Sun,) untersuchte diese Frage.