Soziale und territoriale Strukturen bilden komplexe Beziehungen, die eine soziale Stratifikation oder räumlichen Fokus überschreiten. Territoriale Merkmale und geografische Verschiebungen sind strukturierende Prinzipien für die Gesellschaft, da gesellschaftliche Merkmale und sozialer Wandel die Struktur und Nutzung von Territorium beeinflussen. Basierend auf unserer Untersuchung der konzeptionellen und theoretischen Verbindungen zwischen räumlicher und sozialer Mobilität schlagen wir ein Konzept vor, das eine neue Form der Ungleichheit darstellt. Dieses Konzept, das als „Motilität“ bezeichnet wird, beschreibt das Potenzial und die tatsächliche Fähigkeit von Waren, Informationen oder Personen, sowohl geografisch als auch sozial mobil zu sein. Drei Hauptmerkmale der Motilität — Zugang, Kompetenz und Aneignung — werden vorgestellt. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf konzeptionelle und theoretische Beiträge zur Motilität. Darüber hinaus schlagen wir eine Reihe möglicher empirischer Untersuchungen vor. Motilität bietet uns eine innovative Perspektive auf gesellschaftliche Veränderungen, ohne Forscher frühzeitig zu verpflichten, innerhalb strukturalistischer oder postmoderner Perspektiven zu arbeiten. Allgemeiner schlagen wir vor, die Debatte über die Fluidifizierung in den Sozialwissenschaften mit einer Reihe von Fragen zu überdenken, die nicht mit der Frage beginnen und enden, ob die Gesellschaft im Fluss ist oder nicht. Stattdessen führen wir ein Forschungsfeld ein, das die Erkenntnisse aus konkurrierenden Paradigmen nutzt, um die sozialen Dynamiken und Folgen von Verschiebungen im geografischen und sozialen Raum zu offenbaren.
Kaufmann et al. (Mittwoch,) untersuchten diese Frage.