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Wir führten eine 12-monatige Nachuntersuchung einer Bevölkerungsstichprobe von Erwachsenen aus den Bezirken (Mannar, Killinochi, Mullaitivu und Jaffna) durch, die hohen Niveaus von Massenkonflikten in Sri Lanka ausgesetzt waren. Ziel der vorliegenden Analyse war es, Verläufe von Depressionen und Angstsymptomen sowie deren Assoziationen mit psychopathologischer Traumatisierung und anhaltenden Lebenswidrigkeiten zu identifizieren. Die Kohorte von 1275 Erwachsenen (Antwortquote 86%) wurde 2015 nachverfolgt und war eine strukturierte Teilstichprobe aus der repräsentativen Grundlagenerhebung, die 2014 in 25 Bezirken in Sri Lanka durchgeführt wurde. Die Interviews wurden von Feldarbeitern unter Verwendung elektronischer Tablets durchgeführt, die kontextuell angepasste Indizes zu Traumaexposition, anhaltenden Widrigkeiten und Symptomen von Depression und Angst anwendeten. Die latente Übergangsanalytik ergab ein longitudinales Modell mit drei Klassen, aus dem vier zusammengesetzte Verläufe abgeleitet wurden: ein persistenter Symptomverlauf (n=555, 43.5%), ein akuter oder neu auftretender Verlauf (n=170, 13.3%), ein Erholungsverlauf (n=299, 23.5%) und ein Verlauf mit durchgehend niedrigen Symptomen (n=251, 19.7%). Mit sowohl dem persistierenden Symptom- als auch dem akuten Verlauf assoziierte Faktoren waren weibliches Geschlecht, frühere Traumaexposition und mangelnder Zugang zu Gesundheitsdiensten. Der Verlust eines Arbeitsplatzes war einzigartig mit dem persistierenden Verlauf bei der Nachuntersuchung assoziiert. Der Erholungsverlauf umfasste einen höheren Anteil an Männern, älteren Personen und solchen ohne Risikofaktoren. Unsere Ergebnisse helfen, epidemiologische Daten in öffentliche Politik und Praxis zu übertragen, indem sie die Bedeutung einer stabilen Beschäftigung und die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten als Schlüsselfaktoren aufzeigen, die zur Verringerung von Angst- und Depressionssymptomen in der Phase nach dem Konflikt beitragen können. Die Ergebnisse bestätigen auch, dass Frauen einem hohen Risiko für psychische Belastungen ausgesetzt sind. Eine kurze Screening-Untersuchung auf Traumaexposition in Populationen mit hohen Niveaus der Massenkonflikte könnte helfen, diejenigen zu definieren, die von anhaltenden Symptomen von Angst und Depression bedroht sind.
Tay et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.