Key points are not available for this paper at this time.
Diese Studie untersuchte, inwieweit die Selbstberichterstattung über Risikoverhalten bezüglich des menschlichen Immunodefizienzvirus (HIV) von sozial wünschenswerten Antworttendenzen abhängt und ob sozial wünschenswertes Antworten als Störvariable in der Untersuchung von Risikoverhalten und HIV-Serostatus dienen könnte. Die Probanden waren 2885 intravenöse Drogenabhängige, die an der ALIVE-Studie in Baltimore, Maryland, teilnahmen. Die Teilnehmer füllten ein Interview aus und wurden auf ihren HIV-Serostatus getestet. Das Interview behandelte HIV-Risikoverhalten und beinhaltete etablierte Skalen zur Messung von 'Selbsttäuschung' und 'Eindrucksmanagement', zwei separate Dimensionen des sozial wünschenswerten Antwortens. Sieben Items für jede Skala wurden als wahr/falsch bewertet, mit einer Zusammenfassungspunktzahl, die für die Analyse verwendet wurde. Punktzahlen zur Selbsttäuschung und zum Eindru ktsmanagement standen im umgekehrten Verhältnis zu Selbstberichten über das Teilen von Injektionsgeräten, Injektionen in Spritzengalerien und mehr als einmal täglich injizieren. Weder Selbsttäuschung noch Eindrucksmanagement standen im Zusammenhang mit Kokainkonsum. Selbstberichteter rezeptiver anale Geschlechtsverkehr war invers mit Selbsttäuschung, jedoch nicht mit Eindrucksmanagement, assoziiert. Der HIV-Serostatus war nicht mit sozialer Wünschbarkeit assoziiert, und die statistische Kontrolle der sozialen Wünschbarkeit hatte einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Größe der Zusammenhänge zwischen Risikoverhalten und HIV-Serostatus. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Maßnahmen zur sozialen Wünschbarkeit verwendet werden können, um sensible Untersuchungsbereiche in Interviews mit intravenösen Drogenabhängigen zu ermitteln.
Latkin et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: