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In diesem Papier erläutern wir den Begriff ‚sozialer Ungerechtigkeiten‘. Er unterscheidet sich von moralischer Falschheit und ist umfassender als eng gefasste politische Ungerechtigkeiten. Wir unterscheiden konzeptionell zwischen monadischer Falschheit (1.1), dyadischem Falschhandeln (1.2) und der Idee, dass mit einem Wesen ‚etwas nicht stimmt‘ (1.3). Wir argumentieren, dass soziale und politische Ungerechtigkeiten ein Merkmal mit natürlicher Schlechtigkeit oder Falschheit (Krankheiten von Organismen) sowie mit fehlerhaften Artefakten oder dysfunktionalen Organisationen teilen: sie verletzen sogenannte Soll-Normen; sie sind nicht so, wie sie sein sollten; es ist etwas falsch mit ihnen. Im Gegensatz dazu sind moralische Ungerechtigkeiten Verstöße gegen Soll-handeln-Normen. Soziale Ungerechtigkeiten beinhalten typischerweise, aber nicht zwangsläufig, dyadisches Falschhandeln. Wir untersuchen, wer oder was wem oder was Unrecht tun kann und mit welchen Mitteln: Wir können von Individuen und Gruppen sowie von Praktiken, Institutionen oder Strukturen (2.1–2.3) Unrecht erlitten werden. Der Begriff der strukturellen Ungerechtigkeit wird im Vergleich zu dem Begriff sozialer Ungerechtigkeiten in 2.4 behandelt. Soziale Ungerechtigkeiten werden definiert als das Vorhandensein von etwas Falschem in der sozialen Realität (3.3), im Vergleich dazu, dass mit einem Organismus oder einem System (3.1) etwas nicht stimmt, einschließlich der eng gefassten politischen Ungerechtigkeiten von Regierungssystemen (3.2).
Laitinen et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.