Key points are not available for this paper at this time.
Die aufwändige Messung der Insulinempfindlichkeit mittels Clamp-Methoden vereinfacht nicht die Identifizierung insulinresistenter Personen in der Allgemeinbevölkerung. Andere Ansätze wie aus dem Nüchtern- oder oralen Glukosetoleranztest abgeleitete Insulinempfindlichkeitsindizes wurden vorgeschlagen und mit dem euglykämischen Clamp validiert. Dennoch verhindert ein Mangel an Referenzwerten für diese Indizes ihre breitere Anwendung in epidemiologischen Studien und in der klinischen Praxis. Ziel unserer Studie war es daher, die Cut-Off-Punkte der Indizes für Insulinresistenz sowie die Wertebereiche der am häufigsten erhaltenen Werte für ausgewählte Indizes zu definieren. Ein standardisierter oraler Glukosetoleranztest mit 75 g wurde an 1156 Personen aus einer kaukasischen ländlichen Population ohne frühere Hinweise auf Diabetes oder andere Dysglukämien durchgeführt. Die Indizes für Insulinresistenz/-empfindlichkeit (HOMA-IR, HOMA-IR2, ISI Cederholm und ISI Matsuda) wurden berechnet. Der Wert des 75. Perzentils als Cut-Off-Punkt zur Definition von IR entsprach einem HOMA-IR von 2,29, einem HOMA-IR2 von 1,21, einem 25. Perzentil für ISI Cederholm und ISI Matsuda von 57 bzw. 5,0. Erstmals wurden die Cut-Off-Punkte für ausgewählte Indizes und ihre am häufigsten erhaltenen Werte für Gruppen von Personen, wie sie durch Glukosehomöostase und BMI definiert sind, festgelegt. So können insulinresistente Personen mit diesem einfachen Ansatz identifiziert werden.
Rádiková et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.