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Unter den jüngsten Entwicklungen der anthropologischen Wissenschaften haben kaum welche so viel Aufmerksamkeit erhalten und zu so viel Kontroversen geführt wie die von dem verstorbenen Benjamin Whorf vertretenen Ansichten. Die von Whorf angebotene Hypothese besagt: „Dass der allgemein verbreitete Glaube, die kognitiven Prozesse aller Menschen besäßen eine gemeinsame logische Struktur, die unabhängig von der Kommunikation durch Sprache wirkt, fehlerhaft ist. Es ist Whorfs Ansicht, dass die linguistischen Muster selbst bestimmen, was der Einzelne in dieser Welt wahrnimmt und wie er darüber denkt. Da diese Muster sehr unterschiedlich sind, werden die Denk- und Wahrnehmungsweisen in Gruppen, die verschiedene linguistische Systeme nutzen, zu grundsätzlich unterschiedlichen Weltanschauungen führen“ (Fearing, 1954). „Wir werden somit mit einem neuen Relativitätsprinzip vertraut gemacht, das besagt, dass alle Beobachter nicht durch dieselben physikalischen Beweise zu demselben Bild des Universums geführt werden, es sei denn, ihre sprachlichen Hintergründe sind ähnlich. … Wir zerlegen und organisieren den Verlauf und Fluss von Ereignissen, wie wir es größtenteils tun, weil wir durch unsere Muttersprache Teil einer Vereinbarung sind, dies zu tun, nicht weil die Natur selbst genau auf diese Weise für alle sichtbar segmentiert ist“ (Whorf, 1952, S. 21).
Ludwig von Bertalanffy (Sat,) studied this question.