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ZIEL: Diese Studie verglich Risikofaktoren für Suizid und medizinisch schwere nichtfatale Suizidversuche bei Jugendlichen unter 25 Jahren. METHODEN: Drei Gruppen wurden untersucht: Personen, die Suizid begangen haben (N=60), Personen, die schwere Suizidversuche unternommen haben (N=125), und nichtsuizidale Vergleichsprobanden aus der Gemeinschaft (N=151). Suizidale und nichtsuizidale Probanden wurden hinsichtlich soziodemografischer, kindlicher, familiärer, psychosozialer und psychiatrischer Faktoren verglichen. ERGEBNISSE: Suizide waren durch männliches Geschlecht, fehlende Bildungsabschlüsse, affektive Störungen, Vorgeschichte in der psychiatrischen Versorgung und stressige Lebensereignisse gekennzeichnet. Abgesehen vom Geschlecht waren ähnliche Risikofaktoren mit schweren Suizidversuchen verbunden. Suizide und schwere Suizidversuche konnten durch Geschlecht und affektive Störungen differenziert werden. Geschlechterunterschiede zwischen Suiziden und nichtfatale Suizidversuchen wurden durch Geschlechterunterschiede in den Methoden erklärt. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die gleichen Risikofaktoren (affektive Störung, Vorgeschichte in der psychiatrischen Versorgung, Bildungsnachteile, stressige Umstände) spielen eine ähnliche Rolle bei Suizid und schweren Suizidversuchen. Suizid und Suizidversuche werden durch affektive Störungen und Geschlechterunterschiede in den Methoden differenziert.
Annette L. Beautrais (Fr.) hat diese Frage untersucht.
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