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Mediierte Konflikte sind Kontroversen zwischen mindestens zwei Parteien, die Informationen und Argumente indirekt über die Massenmedien austauschen. Der Diskurs in mediierten Konflikten wird durch seinen öffentlichen Charakter beeinflusst. Indem die Konfliktparteien Informationen und Argumente an die Medien weiterleiten, versuchen sie, Unterstützung von ihren Wählern zu gewinnen und ihre Gegner zu überzeugen. Dies wirft die Frage nach der Rolle auf, die die Medien bei der Auswahl von Nachrichten über solche Konflikte spielen. Ereignisse, die die Position einer der Protagonisten in einem Konflikt unterstützen, werden als instrumental bezeichnet. Die Veröffentlichung von Informationen über diese Ereignisse wird als instrumentelle Aktualisierung bezeichnet. Sie kann als eines der Hauptziele der Konfliktparteien und als eine wichtige Tätigkeit von Journalisten betrachtet werden. Die Relevanz der instrumentellen Aktualisierung bei der Nachrichtenauswahl wird anhand einer Umfrage unter 213 Print- und Rundfunkjournalisten sowie einer Inhaltsanalyse ihrer Berichterstattung über den Streit um die 35-Stunden-Arbeitswoche analysiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die instrumentelle Aktualisierung eine bedeutende Rolle in mediierten Konflikten spielt.
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Hans Mathias Kepplinger
Johannes Gutenberg University Mainz
Hans‐Bernd Brosius
Johannes Kepler University of Linz
Joachim Friedrich Staab
University of Applied Sciences Mainz
European Journal of Communication
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Kepplinger et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/6a156439814bf8ec9a4e8461 — DOI: https://doi.org/10.1177/0267323191006003002