Die Studie zeigt, dass die Lungenvene der Ratten Herzmuskelzellen mit elektrophysiologischen Eigenschaften enthält, die denen des linken Vorhofs ähnlich sind, was auf eine rhythmische, klappenähnliche Aktion während der Systole hinweist.
Die Lungenvenen von albino Wistar-Ratten wurden mittels Licht- und Elektronenmikroskopie untersucht. Die Media der größeren Venen besteht aus Herzmuskelzellen, die sich bis zu einem Durchmesser von etwa 100 µm erstrecken. Diese Schicht besteht aus äußeren longitudinalen und inneren zirkulären Fasern. Die Vasa vasorum sind gut entwickelt und die Kapillaren zeigen Pseudofenestrierungen. Die zahlreichen adrenergen und cholinergen Nervenenden bilden keine typischen motorischen Endplatten wie in Skelettmuskeln. Die Ultrastruktur dieser Medienmuskelzellen ähnelt der der Herzen von Ratten. Die glatte Muskelschicht der größeren Lungenvenen ist nicht kontinuierlich, wie es bei kleineren Venen der Fall ist, wo sie Kissen bildet. Der Vergleich von Albino-Ratten und anderen Nagetieren zeigt auffällige Unterschiede. Die Form des Aktionspotentials und die Fortpflanzungsgeschwindigkeit (0,5-1,2 m/s) entlang der myocardialen Schicht der Lungenvene waren ähnlich denen, die im linken Vorhof beobachtet wurden, ebenso wie ihre Empfindlichkeit gegenüber lokal angewendetem Acetylcholin. Die physiologische Fortpflanzungsrichtung in den Lungenvenen der Ratten ist zur Lunge. Dieses Ergebnis unterstützt die Hypothese einer rhythmischen, klappenähnlichen Aktion der quergestreiften Muskulatur der Wand der Lungenvene während der Systole und einer möglichen Rolle in der Kapazität des Lungenkreislaufs.
Almeida et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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