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Die Bedrohung durch Vogelgrippe (AI) Viren für den Menschen in Europa im Jahr 2005 veranlasste das Robert-Koch-Institut, ein routinemäßiges Überwachungsinstrument einzurichten, das Informationen über alle weltweit von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Quellen gemeldeten menschlichen AI-Fälle in eine Auflistung für weitere Analysen bündelt. Die 235 bestätigten AI-Fälle, die von September 2006 bis August 2010 erfasst wurden, wiesen eine Letalitätsrate von 56 % (132/235) auf, die von 28 % (27/98) in Ägypten bis 87 % (71/82) in Indonesien reichte. In einer multivariaten Analyse erhöhten sich die Sterblichkeitschancen um 33 % mit jedem Tag, der seit dem Auftreten der Symptome bis zur Hospitalisierung verging (OR: 1,33, p=0,002). Im Vergleich zu Kindern im Alter von 0–9 Jahren waren die Chancen eines tödlichen Ausgangs bei 10–19-Jährigen und 20–29-Jährigen mehr als sechsmal höher (OR: 6,06, 95 % CI: 1,89–19,48, p=0,002 und OR: 6,16, 95 % CI: 2,05–18,53, p=0,001), und nahezu fünfmal höher bei Patienten ab 30 Jahren (OR: 4,71, 95 % CI: 1,56–14,27, p=0,006), unabhängig von dem Land, das die WHO über die Fälle informiert hat. Die Situation in Ägypten war besonders, da die Fallzahlen und die Inzidenz bei Kindern mehr als doppelt so hoch waren wie in jeder anderen Altersgruppe oder einem anderen Land. Mit dieser Studie zeigen wir, dass Daten aus dem öffentlichen Bereich wichtige epidemiologische Informationen zur globalen AI-Situation liefern. Dieser Ansatz zur Erstellung einer Auflistung ist zeitaufwendig, aber eine Auflistung ist eine Voraussetzung für solche Bewertungen. Wir möchten daher ermutigen, eine öffentlich zugängliche Auflistung anonymisierter menschlicher AI-Fälle einzurichten, z.B. direkt von der WHO. Dies könnte unser Verständnis der AI beim Menschen verbessern und die rasche Erkennung von Veränderungen in ihrer Epidemiologie mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit ermöglichen.
Fiebig et al. (Do,) untersuchten diese Frage.
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