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Die aktuellen Empfehlungen für körperliche Aktivität bei Kindern übersehen die entscheidende Bedeutung der motorischen Fertigkeitserwerb in der frühen Lebensphase. Stattdessen konzentrieren sie sich auf die quantitativen Aspekte der körperlichen Aktivität (z.B. 60 Minuten mäßige bis intensive körperliche Aktivität pro Tag) und ausgewählte gesundheitsbezogene Komponenten der körperlichen Fitness (z.B. aerobe Fitness, Muskelkraft, Muskelausdauer, Flexibilität und Körperzusammensetzung). Dieser Schwerpunkt auf der Quantität von Bewegung bei Jugendlichen könnte die Berücksichtigung qualitativer Aspekte des Programmdesigns einschränken, zu denen (1) Fertigkeitsentwicklung, (2) Sozialisierung und (3) Freude an Bewegung gehören. Der Zeitpunkt der Gehirnentwicklung und die damit verbundene Neuroplastizität beim Erlernen motorischer Fertigkeiten macht die Präadoleszenz zu einer kritischen Phase, um grundlegende Bewegungsfertigkeiten bei Jungen und Mädchen zu entwickeln und zu festigen. Kinder, die nicht regelmäßig an strukturierten, motorisch bereicherten Aktivitäten im Sportunterricht oder an vielfältigen Jugend-Sportprogrammen teilnehmen, erreichen möglicherweise niemals ihr genetisches Potenzial für die Kontrolle motorischer Fertigkeiten, die später eine nachhaltige körperliche Fitness unterstützt. Die Ziele dieser Überprüfung sind doppelt: (1) die derzeitige Dogmatik in Frage zu stellen, die sich auf die quantitativen und nicht auf die qualitativen Aspekte der Empfehlungen zur körperlichen Aktivität für Jugendliche konzentriert, und (2) die neuesten Erkenntnisse über das Gehirn und die motorische Kontrolle zusammenzufassen, die die Grundlage für integrative Bewegungsprogramme bieten, die einen Rahmen für nachhaltige Aktivität fürs Leben schaffen.
Myer et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.