Hilft die echokardiographische Messung der systolischen Bewegung und Geschwindigkeit des linken Vorhofs bei der Diagnose und Bewertung der Schwere der Mitralklappeninsuffizienz?
Die echokardiographische Bewertung der Bewegung der hinteren Wand des linken Vorhofs bietet einen nützlichen nicht invasiven Index zur Diagnose und Einstufung der Schwere der Mitralklappeninsuffizienz.
Die Bewegung der hinteren Wand des normalen linken Vorhofs wurde nicht systematisch untersucht. Der superoposteriorer Anteil des linken Vorhofs ist während des gesamten Herzzyklus adynamisch, während der inferoposteriorer Anteil während der Füllung des linken Vorhofs während der ventrikulären Systole nach hinten verschoben wird. In der vorliegenden Studie wurden der Durchmesser des linken Vorhofs (LAD), die systolische Bewegung des linken Vorhofs (LASM) und die systolische Geschwindigkeit des linken Vorhofs (LASV) in folgenden Patientengruppen bestimmt: 34 Normale; acht Patienten mit entweder koronarer Herzkrankheit oder Aortenstenose; sechs Patienten mit Aorteninsuffizienz; und drei Patienten mit einem Ventrikelseptumdefekt. Die gewonnenen Ergebnisse wurden mit 15 Patienten mit angiographisch dokumentierter Mitralklappeninsuffizienz verglichen. In der letzten Gruppe waren der LAD (4,2 +/- 0,19 cm) und LASV (12,3 +/- 1,23 cm) und LASM (1,2 +/- 0,4 cm) signifikant größer, was die frühzeitige verstärkte Füllung des linken Vorhofs widerspiegelt, die durch die Mitralklappeninsuffizienz induziert wird. Ebenso war das Produkt dieser drei Parameter in der Mitralklappeninsuffizienzgruppe (63,2 +/- 7,34 cm³/sec) größer als in den anderen Gruppen, und Patienten mit leichter bis mäßiger Insuffizienz hatten einen signifikant niedrigeren Wert als jene mit mäßiger bis schwerer Insuffizienz (45,7 +/- 4,1 vs 78,5 +/- 10,9, P < 0,02). Das echokardiographische Bild des linken Vorhofs ist daher ein Hilfsmittel bei der Diagnose der Mitralklappeninsuffizienz und bietet einen grobenIndex für die Schwere der Läsion.
Patton et al. (1978) untersuchten diese Frage.
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