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In zwei Studien wurden die ästhetischen Erfahrungen von Menschen mit Kunst im Labor und im Museum untersucht. Der theoretische Rahmen der Forschung basierte auf dem Spiegelmodell der Kunst (Tinio, 2013), das vorschlägt, dass der Prozess der künstlerischen Schöpfung und der künstlerischen Rezeption einander spiegeln. Studie 1 verwendete ein Laut-denken-Protokoll, um die natürlichen und spontanen Reaktionen der Menschen beim Betrachten von Kunst zu bewerten. Studie 2 untersuchte, ob die Präsentation von Informationen über ein Kunstwerk in einer bestimmten Reihenfolge (von niedrigerer zu höherer Information oder von höherer zu niedrigerer Information) Aspekte der ästhetischen Erfahrung und das Behalten von Informationen über Kunst verbessert. Studien 1 und 2 wurden sowohl im Labor als auch im Museum durchgeführt. Die Ergebnisse replizieren die vorherige Forschung, die zeigte, dass die ästhetische Erfahrung von Kunst im Museum im Vergleich zur Laborumgebung verstärkt wird. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Auswirkungen der Präsentation von Informationen in einer bestimmten Reihenfolge (von niedrigerer zu höherer Information) vom Kontext der Präsentation abhängen: Museumsbesucher konnten sich besser an Informationen über Kunst erinnern als Laborteilnehmer. Insgesamt legen die Erkenntnisse nahe, dass das Spiegelmodell eine gute Darstellung davon ist, wie Menschen Kunst natürlich verarbeiten, aber dass bestimmte Aspekte des Modells optimiert werden könnten.
Specker et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.