Key points are not available for this paper at this time.
Ziele Ziel dieser Studie war es zu bewerten, ob das Alter ≥75 Jahre chirurgische, funktionale und onkologische Ergebnisse nach roboterassistierter radikaler Prostatektomie (RARP) beeinträchtigt. Materialien und Methoden Patienten mit Prostatakrebs (PCa) wurden in ≥75 (n = 669) vs. <70 Jahre (n = 8.268) stratifiziert. Multivariate Cox-Regressionanalysen (MVA) testeten den Effekt des Seniorenalters auf die Erholung der erektilen Funktion, der Harnkontinenz, das biochemische Rezidiv (BCR) und die metastatische Progression (MP). Ergebnisse Die Dauer der RARP, der Blutverlust und die Komplikationsraten nach 30 Tagen waren zwischen den Gruppen ähnlich. Für Patienten ≥75 vs. <70 Jahre lagen die Raten der erektilen Funktion nach 36 und der Harnkontinenz nach 12 Monaten bei 27 vs. 56 % (p < 0,001) und 85 vs. 86 % (p = 0,99). Der durchschnittliche Lebensqualitätswert (QoL) nach 12 Monaten verbesserte sich in beiden Gruppen (p = 0,9). Nach 48 Monaten lagen die BCR- und MP-freien Raten bei 77 vs. 85 % (p < 0,001) und 97 vs. 98 % (p = 0,3). MVA bestätigte den negativen Effekt des Seniorenalters auf die erektile Funktion, jedoch keinen signifikanten Effekt auf die Harnkontinenz, BCR oder MP vor und nach der Neigungscore-Anpassung. Fazit Abgesehen von der erektilen Funktion hat das Seniorenalter keinen signifikanten Einfluss auf die Erholung der Harnkontinenz, BCR- oder MP-freien Raten nach RARP. Die Lebensqualität nach RARP verbesserte sich sogar bei älteren Patienten. Die moderne Therapie älterer PCa-Patienten sollte auf individueller Beratung und nicht nur auf dem Alter basieren.
Leyh‐Bannurah et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.