Die schwedische Bildungspolitik für das obere Sekundarschulniveau im Fach Englisch, die 2011 in Kraft trat und eine globalisierte Perspektive auf Sprache einnimmt, wird dahingehend untersucht, wie Fähigkeiten und das Bewusstsein im Hinblick auf lokale, nationale und internationale Rollen des Englischen in politischen Dokumenten dargestellt werden. Ein diskursanalytischer Ansatz zur Sprachenpolitik wird verwendet, um eine kritische Lesart des nationalen Lehrplans für Englisch, des begleitenden Leitfadens und Kommentars zum Lehrplan sowie des allgemeinen Lehrplans für die obere Sekundarstufe zu bieten. Die Analyse, die sich auf die Arbeiten von Robert Phillipson stützt, zeigt, wie Englisch in Bezug auf die spezifischen Funktionen dargestellt wird, die es als lingua cultura (eine Sprache, die sozial bedingte Wertesysteme indiziert), lingua emotiva (eine Sprache der Popkultur und Unterhaltung), lingua academica (eine Sprache der Forschung, Lehre und des Lernens), lingua economica (eine Sprache der Marktkräfte und Globalisierung) und lingua tyrannosaura (eine Sprache der Macht oder Bedrohung) erfüllt. Die Ergebnisse zeigen, dass soziokulturelle und soziopolitische Dimensionen im Lehrplan für Englisch stärker identifiziert werden als akademische und berufliche/vokationale Dimensionen des Englischen, die im allgemeinen Lehrplan für die obere Sekundarstufe detaillierter behandelt werden, und dass die Beziehung zwischen Plurilingualismus und Englisch minimal angesprochen, jedoch noch in den Anfängen steckt.
Francis M. Hult (Mon,) untersuchte diese Frage.