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Um eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion zu erkennen und zu verfolgen, die korrekte Dosierung von über die Nieren eliminierten Arzneimitteln zu ermöglichen und nephrotoxische Kontrastmittel zu nutzen, ist das Wissen über die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) erforderlich. Die korrekte Bestimmung der GFR erfordert invasive Techniken, die kostspielig, langsam und nicht risikofrei sind. Daher wurden GFR-Vorhersagegleichungen entwickelt, die sich ausschließlich auf Cystatin C oder Kreatinin und anthropometrische Daten oder auf Cystatin C, Kreatinin und anthropometrische Daten stützen. Die kombinierten Vorhersagegleichungen zeigen die beste diagnostische Leistung, aber in mehreren leicht identifizierbaren klinischen Situationen (z.B. abnormale Muskelmasse, Behandlung mit hohen Dosen von Glukokortikoiden) sind Vorhersagegleichungen, die entweder auf Cystatin C oder Kreatinin basieren, besser als die kombinierten Gleichungen. In Lund, wo Cystatin C seit 1994 routinemäßig als GFR-Marker verwendet wird, wurde daher eine Strategie auf der Grundlage dieses Wissens entwickelt. Diese umfasst die gleichzeitige Verwendung einer GFR-Vorhersagegleichung auf Basis von Cystatin C und einer auf Basis von Kreatinin. Wenn die vorhergesagten GFRs übereinstimmen, wird der Mittelwert als zuverlässige GFR-Schätzung verwendet. Wenn die vorhergesagten GFRs nicht übereinstimmen, werden klinische Daten ausgewertet, um Gründe zu identifizieren, warum eine der beiden Vorhersagegleichungen nicht verwendet wird, und die GFR, die von der anderen berechnet wurde, wird verwendet. Wenn keine Gründe für den Unterschied in den vorhergesagten GFRs gefunden werden, wird eine invasive Goldstandard-Bestimmung der GFR durchgeführt. Wenn die vorhergesagten GFRs für einen Patienten übereinstimmen, ist der Kreatininnwert zuverlässig mit einer spezifischen GFR verbunden und kann verwendet werden, um Veränderungen der GFR dieses Patienten zu verfolgen.
Anders Grubb (Freitag) untersuchte diese Frage.
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