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Depressive Störungen zählen zu den häufigeren psychischen Erkrankungen weltweit; etwa 1-3% der präpubertären Kinder und 6% der postpubertären Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Sie beeinträchtigen die psychosoziale Entwicklung erheblich und sind mit einer höheren Morbiditäts- und Mortalitätsrate im Laufe des Lebens assoziiert. Viele Ärzte sind unsicher, welche Behandlungsansätze wirksam sind und wie die Behandlung geplant werden sollte. Eine systematische Literatursuche wurde in elektronischen Datenbanken und Studienregistern sowie durch eine manuelle Suche durchgeführt. Es wurden mehr als 450 Studien (hauptsächlich randomisierte kontrollierte Studien = RCTs) identifiziert und in Evidenztabellen zusammengefasst. Die nachfolgenden Empfehlungen wurden in einer Konsenskonferenz vereinbart. Die Übersicht fasst die Evidenz zu komplementären Behandlungsmethoden zusammen. Die Evidenz für komplementäre Behandlungsmethoden (Kunst- und Musiktherapie, Schlafentzug, Bewegung, Elektrokrampftherapie, Massage, transkranielle magnetische Stimulation, Entspannung, Bibliotherapie, computergestützte Therapie, Lichttherapie, Omega-3-Behandlung) ist gering oder es liegt keine Evidenz vor, aufgrund fehlender Studien oder Studien von minderer Qualität. Für einige Methoden, d. h. Lichttherapie, Entspannung und Stressreduktion sowie Schlafentzug, gibt es begrenzte Hinweise auf die Wirksamkeit ohne ausreichende Evidenz für eine praktische Anleitung. Es besteht ein dringender Bedarf an angemessen informativen Vergleichsstudien zur Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen, die auch komplementäre Methoden berücksichtigen.
Dolle et al. (Sat.) untersuchten diese Frage.
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